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19.09.2011 | "zünftig und modern":

Kulmbacher OB macht sich für Schonunger SPD-Kandidaten Stefan Rottmann stark

Schonungen (19.9.2011) - Sie hat Charme, sie hat Witz und sie ist wortgewaltig. Inge Aures traf in der Löffelsterzer Sporthalle den richtigen Ton. 12 Jahre war die sympathische Oberfränkin Oberbürgermeisterin der Stadt Kulmbach, nun sitzt sie im Bayerischen Landtag. Natürlich ging es Aures um die Bürgermeisterwahl 2012 in der Großgemeinde Schonungen und so warb sie eindringlich für Stefan Rottmann. Der, so sagt die Abgeordnete, sei "zünftig und modern" - so wie es auf den T-Shirts der Jungen Abersfelder Blasmusikanten geschrieben stehe. Beruflich als Bankkaufmann und freier Journalist bringe der Kandidat hervorragende Qualifikationen für das Bürgermeisteramt mit: Mit seinem Studium zum Bankfachwirt verstehe er die Finanzwelt - anders, wie bei den Herren der Landesbank. So spannte die Kulmbacherin immer wieder den Bogen auch auf die Landespolitik. Mit zehn Milliarden Euro musste die Landesbank gestützt werden und so rechnete die Oberfränkin vor, wieviel Lehrer eingestellt und wieviel Staatsstraßen von dem Milliardenloch saniert hätten können. "Wenn die Charakter hätten, würden die Verantwortlichen alle zurücktreten!", empörte sich Aures. Aber zurück zur Bürgermeisterwahl im März 2012: Aures bot dem designierten Kandidaten ihre Unterstützung an. Auch in Sachen Sattler-Altlast könne sie vermittelnd eingreifen. Zuvor machte sich Inge Aures mit einem Kamerateam des Bayerischen Rundfunks selbst ein Bild von der Altlastkatastrophe. "Da hapert es gehörig an der Informationspolitik!", meinte sie und will bei Bedarf selbst im Landratsamt vorstellig werden. Sie forderte eine Abkehr von Personaldebatten hin zur Sachdiskussion.
Aures, selbst bekennender Michl-Müller-Fan, lobte die Aktivitäten des Ortsvereins: Da steckt viel Idealismus und Herzblut dahinter, meinte sie. Selbst in München werde das Engagement in Schonungen mit Staunen verfolgt. Viele tausend Euro konnte Rottmann an soziale Einrichtungen und Vereine in der Großgemeinde verteilen. Er sei ein Mann der "Taten", so Aures. Natürlich gab die erfahrene Wahlkämpferin auch Tipps für die heiße Phase. Und Hans Fischer, seines Zeichens Bürgermeister in Schwebheim, bot ihm gar eine enge Zusammenarbeit an. "Keine Gemeinde ist wie die andere: Ich würde mich über ihn als zukünftigen Bürgermeisterkollegen sehr freuen und werde ihn auch im Amt Ratschläge und Unterstützung zukommen lassen!", versprach Fischer.
Rottmann selbst bedankte sich in seiner Rede für den Rückenwind: Er kenne die Herausforderungen, die in der Großgemeinde anstehen. Er umriss die Themenfelder, die ihm besonders am Herzen liegen wie beispielsweise Bürgerbeteiligung/Bürgerinformation, Gemeindefinanzen, Demografiewandel oder Zusammenleben in der Großgemeinde. Auch das Motto "Lebendige Gemeinde am Main" nahm er zum Anlass um über Aktivitäten in der Großgemeinde zu philosophieren. Schonungen ist von der Einwohnerzahl die zweitgrößte Gemeinde im Landkreis und flächenmäßig gar die größte mit 82 Quadratkilometern.
Von einem generationsübergreifenden Miteinander könne die Großgemeinde profitieren und so freue er sich auf die Zusammenarbeit mit den Stellvertretenden Bürgermeistern, die er stärker ins Tagesgeschäft im Rathaus mit einbinden wolle. Bürgermeisterkandidat Stefan Rottmann besucht alle Ortsteile und lädt zu einer Mottoveranstaltung: Die Nächste bereits am 14. Oktober 2011, in Hausen. Dann geht es um die Kulturarbeit und das Vereinsleben in der Gemeinde. Angekündigt hat sich der Oberbürgermeister der Stadt Coburg. Außerdem gibt es einen Talentwettbewerb, der mit 500 Euro ausgeschrieben ist.

Quelle: Online-Tageszeitung Schweinfurt/Holger Laschka



Inge Aures mit Schonunger Bürgern bei einer Ortsbegehung

                                                              


Inge Aures mit Bürgermeisterkandidaten Stefan Rottmann (2. v. r. )