
Inge Aures informiert sich über des Jugendtagungshaus Wirsberg | "Unsere Abgeordnete hat schon immer ihr Herzblut für diese Anlage eingebracht"
Wirsberg. Landtagsabgeordnete Inge Aures war diese Woche wieder mal auf Stippvisite in der Marktgemeinde, um sich zum einen von Bürgermeister Hermann Anselstetter über den fehlenden Fußgängerüberweg an der Außenwohngruppe der Himmelkroner Heime in der Herbert-Kneitz-Straße informieren zu lassen. Zum anderen unternahm sie auch einen Abstecher zum Jugendtagungshaus. Hier wird in Kürze ein multifunktionaler Allwetterplatz im Freigelände entstehen. Bürgermeister Anselstetter: „Unsere Abgeordnete hat schon immer ihr Herzblut für diese Anlage eingebracht. Sie hat damals zusammen mit dem Markt Wirsberg den Verkauf des Hauses verhindert. Wir haben gewusst, es ist sanierungsfähig und das alles hat sich dann auch positiv entwickelt. Wir haben auch in der SPD-Kreistagsfraktion nach einer finanziellen Lösung für das Haus gesucht. Heute ist das Haus ein Glücksfall.“

MdL Inge Aures (rechts) will sich für die Bedarfsampel an der Außenwohnanlage der Himmelkroner Heime in der Herbert-Kneitz-Straße stark machen. Unser Bild entstand beim Ortstermin. Links Heimleiter Armin Wissel von den Himmelkroner Heimen.
Bürgermeister Hermann Anselstetter dankte der Abgeordneten für den Besuch und stellte gleich zu Beginn fest: „Die Lösungssuche vor Ort ist die beste Kommunalpolitik!“ Anselstetter bedauerte gleichzeitig, dass es inzwischen der achte Termin vor Ort ist und noch immer kam man zu keiner Lösung. Bürgermeister Anselstetter: „Wir hoffen aber, dass wir jetzt endlich eine behindertengerechte Überquerungshilfe bekommen. Sie muss her, denn das Ganze schleppt sich jetzt schon seit 2006 hin.“ Nach einer letzten Mitteilung des Landratsamtes ist aber die Errichtung einer Bedarfsampel und damit ein weiterer Fußgängerüberweg aufgrund einer Stellungnahme der Regierung von Oberfranken rechtlich unzulässig. Dass hier die Regierung eingeschaltet wurde, dafür zeigten weder Bürgermeister Hermann Anselstetter noch MdL Inge Aures Verständnis, zumal es nach deren Ansicht eine reine Landkreissache ist. Anselstetter ließ keinen Zweifel daran, dass ein Gehsteig die ideale Lösung wäre, um zum nächsten Fußgängerüberweg gefahrlos zu kommen, doch dafür sind „normale Gegebenheiten“, wie es der Bürgermeister formulierte, nicht vorhanden. Auch ein Gehweg mit nur einen Meter ist keine behindertengerechte Lösung, sondern eher ein Gefährdungspotential. Von der Marktgemeinde wurden aber auch weitere Vorschläge eingebracht, so die Schaffung einer Mittelinsel oder die Anbringung von Blinklichtern oder einem Warnleuchtband, aber ohne Erfolg. Bürgermeister Anselstetter: „Ich frage mich natürlich, warum man vier Jahre braucht, um eine behindertengerechte Lösung zu finden. Wenn ich auf so einer stark befahrenen Kreisstraße eine Lösung will, dann finde ich sei auch.“

Beim Jugendtagungshaus wurden MdL Inge Aures und Bürgermeister Hermann Anselstetter vom zuständigen Sachbearbeiter im Landratsamt, Jürgen Ziegler, und von der Heimleiterin Angela Köppel empfangen.
MdL Inge Aures hielt es für nicht fair, dass man zunächst das Geld für die Bedarfsampel bereitstellt und danach versucht, wie man hier wieder herauskommt: „Den Eindruck muss man hier gewinnen! Das ist eine Kreisstraße und da hat der Landkreis die Hoheit. Da muss man deutlich sagen, dass die Regierung hier eigentlich gar nicht reinzureden hat. Wenn der Landkreis sagt, er baut hier eine Bedarfsampel, dann sehe ich hier überhaupt keine rechtliche Bedingung von der Regierung. Hier sollten wir nochmals über unsere Kreistagsfraktion einen Vorstoß wagen.“ Heimleiter Armin Wissel dankte vor allem Bürgermeister Hermann Anselstetter, der die Thematik so hartnäckig verfolge. Wissel: „Es ist eine schwerwiegendes Anliegen, dass unsere Bewohner hier ohne Gefahren die Straße queren können. Ich kann auch nicht verstehen, dass das schon vier Jahre dauert und noch immer kein Land in Sicht ist. Die Bedarfsampel ist augenscheinlich eine gute Lösung und uns wäre es wichtig, dass diese Lösung jetzt kommt und nicht noch zwei Jahre beraten wird.“
Beim Jugendtagungshaus wurden MdL Inge Aures und Bürgermeister Hermann Anselstetter vom zuständigen Sachbearbeiter im Landratsamt, Jürgen Ziegler, und von der Heimleiterin Angela Köppel empfangen. Ziegler informierte die Abgeordnete über den bevorstehenden Bau des Allwetterplatzes, der als Trainingsplatz dient. Hier habe man die Normbreite des Platzes um 1,5 m verkürzt, weil ansonsten die Kosten mit der Absicherung des Erdhanges unverhältnismäßig hoch wären. Bürgermeister Hermann Anselstetter: „Der Allwetterplatz war ein Herzenswunsch der Heimleitung und die SPD-Kreistagsfraktion hatte unter der Führung von Inge Aures die Aufnahme in das Konjunkturpaket beantragt, was aber dann nicht genehmigt wurde.“ Dankbar zeigte sich Bürgermeister Anselstetter, dass der Kreistag dann aber in diesem Jahr die Mittel für den Allwetterplatz einstellte.
Bürgermeister Hermann Anselstetter lobte die erfolgreiche Arbeit von Heimleiterin Angela Köppel: „Ein wirklicher Glücksgriff für unser Jugendtagungshaus, das ein pulsierendes und lebendiges Haus ist!“ Von der Gemeinde habe man noch den Wunsch, dass man die Parkplatzfrage noch einer Lösung zuführen werde, weil sie auch im Sinne des Hauses ist. MdL Inge Aures erinnerte an der Erhalt des Hauses: „Es gibt nichts Schöneres, als ein Haus mit Leben zu erfüllen und von da aus war das Geld hier richtig angelegt. Ich bin froh, dass wir dieses Haus erhalten haben. Es ist eine Bereicherung für die Jugend und auch für Wirsberg.“
Rei.