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10.05.2010 | Jubiläum:

SPD Kauernburg ehrt ihre „Wunderwaffe“

Jürgen Kohlberger ist seit 50 Jahren Mitglied und seit 46 Jahren Distriktsvorsitzender

Für 50 und mehr Jahre Parteizugehörigkeit zeichnete die Kauernburger SPD verdiente Mitglieder aus. Unser Bild zeigt (von links) Inge Aures, Lothar Semmelroch, Carola Eichner, Ewald Trapper, Werner Just, Jürgen Kohlberger und Ingo Lehmann.

Kulmbach — Außergewöhnliche Treue zur SPD würdigten Landtagsabgeordnete Inge Aures sowie der Ortsvereinsvorsitzende Ingo Lehmann bei der Jahreshauptversammlung der SPD Kauernburg: Jürgen Kohlberger ist seit einem halben Jahrhundert Mitglied. Er wurde dafür mit der Ehrennadel in Gold ausgezeichnet.

„Überzeugungstäter“

Bereits seit 46 Jahren wirkt Kohlberger als Distriktsvorsitzender bei der SPD Kauernburg – als „die Wunderwaffe der Partei“, wie Inge Aures es bezeichnete. Als „Überzeugungstäter“, der bereits zur Zeit Konrad Adenauers Mitglied der SPD wurde, bezeichnete Ingo Lehmann den Jubilar. Kohlberger selbst, soeben 70 Jahre alt geworden, erinnert sich, dass sein politisches Engagement in den Anfangsjahren auch zum Ziel hatte, in jedem Stadtteil ein öffentliches Telefon einzurichten. In der Kauernburger SPD hatte Kohlberger stets treue Weggefährten. So ist Lothar Semmelroch bereits seit 55 Jahren Mitglied der SPD und seit 44 Jahren als Kassier aktiv. Seit 55 Jahren Mitglied sind auch Ewald Trapper undWerner Just. Den Stammtisch der SPD Freunde Kauernburg gibt es seit 25 Jahren. In jüngster Zeit finden vermehrt Veranstaltungen gemeinsam mit dem Distrikt Blaich statt.

Kritik am Haushalt

Ingo Lehmann äußerte sich bei der Veranstaltung kritisch zum städtischen Haushalt. „Die Befürchtungen der SPD haben sich bewahrheitet. Es ist nicht mit redlichen Zahlen gearbeitet worden“, so Lehmann. Nun gebe es eine Haushaltssperre und es sei nicht möglich, einen Nachtragshaushalt zu verabschieden. Deutliche Worte sprach auch die SPD-Abgeordnete Inge Aures. „Wir müssen dafür sorgen, dass unsere Kinder eine ordentliche Ausbildung bekommen.“ Unter anderem forderte Aures genügend Krippenplätze, ein kostenfreies letztes Kindergartenjahr und eine Neuordnung des Schulsystems, bei dem die Kinder mindestens sechs Jahre lang gemeinsam in der Nähe ihres Wohnortes zur Schule gehen. Das Mittelschulkonzept bezeichnete sie als „Schritt zurück in die Vergangenheit.“

(Quelle: BR/so vom 10. Mai 2010).