
Inge Aures erlebte hautnah, wie sich eine Nachtschicht bei der Polizeiinspektion Kulmbach gestaltet
Inge Aures, Kulmbacher Landtagsabgeordnete und Mitglied des Ausschusses für Kommunale Fragen und Innere Sicherheit, verschaffte sich im Rahmen
der Aktion "Rollentausch" ein Bild über die tägliche Arbeit der
Polizeibeamten. Bei einer nächtlichen Streifenfahrt konnte sie sich davon
überzeugen, welche wertvolle, aber auch anstrengende Arbeit bei der Polizei
zum Wohle der Bürgerinnen und Bürger geleistet werden muss.
Aures erlebte hautnah, wie sich eine Nachtschicht bei der Polizeiinspektion
Kulmbach gestaltet. Dienstgruppenleiter Jürgen Köhnlein und
Jugendkontaktbeamter Peter Schütz waren die beiden Begleiter bei diesem
Einsatz. Sie habe sich schon immer zwei Bodyguards gewünscht, und wenn
es noch dazu zwei junge adrette Polizisten sind, wäre das eine feine Sache, meinte die Ex-Oberbürgermeisterin.

Im Bild Inge Aures mit den beiden Polizisten Jürgen Köhnlein und
Peter Schütz vor deren Dienstwagen.
Zu Beginn der Nachtschicht hatte der Leiter der Polizeiinspektion Kulmbach,
Gerhard Renk, eine Einführung in den Nachtdienst gegeben und die
organisatorischen Voraussetzungen für die tägliche Arbeit erläutert. Beim
Schichtdienst konnte Aures einiges lernen, insbesondere auch, dass die
Polizeiarbeit nach dem Einsatz draußen vor Ort mit viel Schreibarbeit und
Bürokratismus zu tun hat. Es ist sicher notwendig, dass die nachfolgende
Frühschicht weiß, was in der Nacht los war, jedoch ist der schriftliche
Aufwand erheblich.
In der Nachtschicht war es weitgehend ruhig, denn viele Bürger saßen vor
dem Fernseher, um das Bayern-Spiel zu verfolgen. Einmal musste die
Streife eingreifen, als eine mit 1,7 Promille betrunkene Frau eine Tür
eingeschlagen hat. In der Nähe des Bahnhofs konnte man verfolgen, wie ein
junger Mann sich mit einem Gartenstuhl auf ein Autodach gesetzt hatte. Da
staunte man nicht schlecht. Die Erklärung war zwar außergewöhnlich, aber
nicht strafbar: Er nehme Abschied von seinem Auto, da es am nächsten Tag
abgemeldet werden sollte.
Insgesamt kann man feststellen, dass in Kulmbach 23 Spielhallen
vorhanden sind. Dies ist eine exorbitante Zahl. Jedoch konnte man an
diesem Abend glücklicherweise keine Jugendlichen dort antreffen. Nach ein
paar verkehrsrechtlichen Überprüfungen wurde der Rollentausch der
Landtagsabgeordneten wieder beendet. Inge Aures hat bei dieser
Nachtschicht sehr wertvolle Erfahrungen für die weitere Arbeit in ihrem
Ausschuss sammeln können. Nicht nur was die personelle Stärke und
Ausstattung der Polizei betrifft, sondern auch die körperliche
Anstrengungen, die mit einem solchen Einsatz verbunden sind.